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Mieterhöhung Indexmiete

Eine Mieterhöhung über die Indexmiete

(Verbraucherpreisindex)

Wollen Sie als Vermieter eine Mieterhöhung über die Indexmiete bei Ihrem Mieter erzielen, so haben Sie sich nach den Verbraucherpreisindex VPI zu richten.

Im Regelfall bezieht sich die Erhöhung auf die Nettokaltmiete. In wenigen Ausnahmen wird ein Wohnraummietvertrag mit einer pauschalen Bruttogrundmiete vereinbart.

Bei einer Mieterhöhung der Indexmiete gilt es ein paar Regeln zu beachten und einzuhalten.

  • Der Indexmietvertrag bedarf der Schriftform (§ 557b Abs. 1 BGB.)
  • Die Voraussetzung hierfür ist im § 126 Abs. 2 BGB geregelt und beinhaltet, dass der Indexmietvertrag von allen Vertragsparteien eigenhändig unterzeichnet ist.
  • Die Indexklausel ist nur gültig wenn sie sowohl bei einem Anstieg wie auch bei einem Herabsinken des VPI gültig ist. Demnach zu einem Mietanstieg oder einer Mietsenkung führen kann. Regelt sie zum Beispiel nur die Mieterhöhung, dann ist die Indexklausel unwirksam.
  • Bei der Vereinbarung einer Indexmiete sind andere Mieterhöhungen nach § 557 b Abs. 2 BGB weitestgehend ausgeschlossen – Auszug aus dem Gesetzestext (Akkordeon)“ (2) Während der Geltung einer Indexmiete die Miete, von Erhöhungen nach den §§ 559 bis 560 abgesehen, jeweils mindestens ein Jahr unverändert bleiben. Eine Erhöhung nach § 559 kann nur verlangt werden, soweit der Vermieter bauliche Maßnahmen auf Grund von Umständen durchgeführt hat, die er nicht zu vertreten hat. Eine Erhöhung nach § 558 ist ausgeschlossen. „
  • Für Sie als Vermieter bedeutet das, dass Sie die Miete ausschließlich bei einer Steigerung des Preisindexes und nach Ablauf der Jahresfrist erhöhen können. Diese Regelung ist unabdingbar.
  • Eine Mieterhöhung nach einer Modernisierung ist nach §§ 559 BGB eingeschränkt möglich. Eine Erhöhung der Betriebskostenpauschale nach § 560 BGB bleibt von der Indexvereinbarung allerdings unberührt.

Sie haben mit Ihrem Mieter einen Indexmietvertrag vereinbart und wollen eine Mieterhöhung erzielen? Nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu uns auf. Unsere Immobilienberater helfen Ihnen bei Fragen zur geplanten Mieterhöhung.

Die Mieterhöhung bei der Indexmiete

Wie berechne ich die Mieterhöhung bei der Indexmiete?

Die Mieterhöhung richtet sich ausschließlich nach dem vom statistischen Bundesamt ermittelten Verbraucherpreisindex (VPI). Diesen finden Sie unter www.destatis.de.

Beispiel:

In dem zwischen Ihnen und Ihrem Mieter vereinbarten Mietvertrag mit Indexmietvereinbarung beträgt der aktuelle Mietzins zum 01. August 2014 €800,00. Der Indexwert zu diesem Zeitpunkt laut Verbraucherpreisindex lag bei 110 Punkten.

Zwei Jahr später liegt der Indexwert zum 01. August 2016 bei insgesamt 114 Punkten und hat sich somit um 4 Punkte in dem gesamten Zeitraum erhöht. Wichtig: 4 Punkte sind nicht gleich 4%.

Formel zur Berechnung der Mieterhöhung: [(neuer Indexstand / alter Indexstand)x 100] - 100 = % der Mieterhöhung

In unserem Beispiel bedeutet das: [(114 / 110) x 100] - 100 = 3,64%

Eine Mieterhöhung der Indexmiete um 3,64%.

Wichtiger Hinweis:

Bei den angegebenen Werten handelt es sich um Beispielwerte.

Sie haben Fragen zum Thema Mieterhöhung Indexmiete. Unsere Immobilienberater antworten.

Zeitpunkt der Mieterhöhung

Ab wann greift die Mieterhöhung der Indexmiete?

Haben Sie als Vermieter die für Sie relevanten Daten des Verbraucherpreisindex herausgesucht und den entsprechenden Prozentsatz errechnet, so können Sie Ihrem Mieter das entsprechende Scheiben zur Mieterhöhung zusenden.

Ihr Mieter muss die erhöhte Miete im übernächsten Monat nach Erhalt des formell korrekten Mieterhöhungsschreibens zahlen.

Wichtiger Hinweis: Sie als Vermieter tragen die Beweispflicht das Ihr Mieter das Mieterhöhungsschreiben erhalten hat. Senden Sie daher die Mieterhöhung der Indexmiete per Einschreiben an Ihren Mieter.

Welchen Vorteil hat die Indexmiete

Die Vorteile der Indexmiete für Vermieter

  • Als Vermieter sind Sie mit dem Indexmietvertrag nicht an die Vergleichsmiete in Ihrer Gemeinde oder Stadt gebunden.
  • Von ganz wenigen Fällen (einzelnen Monaten abgesehen) ist der Verbrauchspreisindex bislang gestiegen.
  • Liegt die Miete Ihres Mieters bereits über der ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht sich die Miete durch die Indexvereinbarung auch dann, wenn die Mietpreise in Ihrer Gemeinde oder Stadt fallen.

Sie haben Fragen zur Mieterhöhung der Indexmiete?

Unsere Immobilienberater antworten.

 

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